Eine anspruchsvolle Kombination aus Unterhaltung & Information
zugunsten von HIV-Projekten in Österreich und der ganzen Welt
Projekte
Benefiz
Die LIFEGALA verfolgt neben der Enttabuisierung des Themas Aids vor allem das Ziel, finanzielle Mittel zu lukrieren, die die Unterstützung von Aidshilfeprojekten ermöglicht. Dass sich das Engagement wirklich auszahlt, zeigen alleine die Zahlen. Wir konnten die ausgewählten Projekte bisher wie folgt unterstützen:
2004 konnten wir 4000 € unseren Projekten zugute kommen lassen.
2005 waren es bereits € 8.000,-
2006 € 15.000,-
2007 € 18.000,-
2008 € 19.000,-
2009 € 12.000,-
2010 € 19.000,-
2011 € 19.000,-
Mit diesen Geldern können wir folgende Projekte kontinuierlich unterstützen:
- die Aidshilfe OÖ,
- das Projekt PIUMA in Tansania sowie
- INPRHU in Nicaragua.
- LIFEGALA-AWARDS.
Wobei erwähnt werden muss, dass das Nicaragua-Projekt alleine aus den Mitteln dieser Gala entstanden ist.
1000 € gingen mit dem LIFEGALA-AWARD, der 2010 das erste Mal vergeben wurde an die Organisation maiz.
2011 wurde der LIFEGALA-AWARD an das Projekt Hope House, Sarah Mitter, Hospiz Swasiland vergeben.
LIFEGALA-Award
Die LIFEGALA zählt seit Jahren zu den Höhepunkten des Charity- und Gesellschaftslebens in Eferding. Viele Initiativen rund um das Thema Aidshilfe und Aidsprävention wurden mit den eingenommenen Spendengeldern bereits unterstützt.
Förderungswürdige Projekte hatten 2010 erstmals die Chance den mit 1.000 Euro dotierten LIFEGALA-Award zu gewinnen. Die Übergabe des Preises erfolgt direkt bei der Lifegala am 27. November 2010 im Stadtsaal Eferding - und zwar an die Organisation maiz.
Das Personenkomitee der LIFEGALA richtete sich mit der Ausschreibung an herausragende laufende Projekte mit österreichischen Wurzeln, die sich in der Aidshilfe regional, national oder international engagieren.
maiz richtet sich mit ihrem Angebot in den Bereichen Beratung, Bildung, Kultur und Forschung an MigrantInnen im Allgemeinen sowie im Speziellen an Frauen, die in der Sexarbeit tätig sind. Zentral für maiz sind die anitrassistische und feministische Arbeit und die Prinzipien Partizipation, Selbstbestimmung und Selbstermächtigung.
„Es gibt in Oberösterreich rund 900 registrierte Sexarbeiterinnen, davon sind über 90 Prozent Migrantinnen“, weist Projektkoordinatorin Luzenir Caixeta auf die aktuelle Situation hin. Dadurch ist die Sexarbeit von Frauenmigration nicht zu entkoppeln. Die Lage der Frauen ist prekär, da sie einer dreifachen Diskriminierung ausgesetzt sind: als Sexarbeiterinnen, Frauen und Migrantinnen. Von Seiten der Kunden wird auch oftmals Druck ausgeübt. Nach Auskunft der Frauen versucht die Mehrheit dieser, sexuelle Leistungen ungeschützt in Anspruch zu nehmen.
„Uns ist es wichtig, die Frauen zu stärken, mit ihnen gemeinsam Argumente auszuarbeiten damit sie ihre Kunden überzeugen können, Kondome zu verwenden“. Luzenir Caixeta und ihr Team beraten die Frauen und verteilen Infomaterial in zehn verschiedenen Sprachen. „Für die Frauen ist es ja wichtig, dass sie Kunden bekommen, aber eben mit geschütztem Sex. Damit leisten sie gleichzeitig wertvolle Präventionsarbeit.“
Was sich maiz für die nächsten fünf Jahre wünscht? „Die Verbesserung der Rahmenbedingungen für Sexdienstleisterinnen und neue Gesetze, die den Frauen mehr Schutz und Rechte bringen.“
Nicaragua
Institut zur Förderung der Menschlichkeit
INPRHU wurde 1966 als NGO auf nationaler Ebene gegründet.
Ziel der Organisation ist es Projekte zur Unterstützung von KleinbäuerInnen, KleinunternehmerInnen, Frauen, Kindern und Gewerkschaften basierend auf den Menschenrechten, in einem emanzipatorischen und partizipativen Ansatz ("Entwicklung von unten") zu entwickeln. Inhalte sind Themen wie Gesundheit, Bildung, Sport, Familie etc.
- Den Gruppen werden Räumlichkeiten, Hilfsmittel und Möglichkeiten zur Reflexion und Evalierung ihrer Projekte zur Verfügung gestellt.
- Kenntnis und Umsetzung der Menschenrechte in der nicaraguanischen Bevölkerung ist ein wesentlicher Teil der Arbeit von INPRHU.
Leiter von INPRHU Condega ist Ermen Rodriguez Benitez. Die Zweigstelle in Condega arbeitet autonom und lebt von Spenden bzw. der Mitarbeit vieler Ehrenamtlicher. Von der Zentrale in Managua bekommt sie Rechtsbeistand und Beratung in administrativen Angelegenheiten.
Arbeitsweise am Beispiel Bildung:
Im informellen Bildungssektor geht es unter anderem darum,Menschen in die Lage zu versetzen, gesellschaftliche Zusammenhänge zu verstehen und zu analysieren, um diese dann auch verändern zu können. Genau hier setzt das vorgelegte Konzept von INPRHU zur Aids-Prävention in Condega an.
Seit 13 Jahren arbeitet INPRHU in Condega mit und für Kinder und Jugendliche um deren Rechte in der Gemeinde zu fördern und zu verteidigen. Derzeit gibt es noch keine statistischen Daten über HIV Infizierte bzw. Fälle von Aids in Condega. Durch die zunehmende Arbeitsmigration nach Costa Rica, El Salvador, USA erhöht sich aber das Risiko einer Ansteckung sehr deutlich. Es wird seitens von INPRHU angenommen, dass es Fälle von Ansteckung gibt, diese aber bisher anonym geblieben sind. Aids ist bisher ein Tabu-Thema in Condega. Die Organisation INPRHU hataus diesem Grund ein Präventions Projekt entwickelt.
Durch Bildung sogenannter Pear - Gruppen werden Jugendliche zu Promotoren in der Aids-Prävention ausgebildet, um dann unter Gleichaltrigen tätig zu werden.
Einige Themen für Workshops:
- Meine Familie und ich
- Sexualität, sexuelle Orientierung
- Kommunikation
- Basiswissen über das HI Virus
- Grundlegende Fakten über Aids, Diagnosestellung
- Aufzeigen erarbeiten von Präventionsmaßnahmen
Um auch die BewohnerInnen der ländlichen Gebiete zu erreichen,
werden mit Mitteln der LIFEGALA mittlerweile auch regelmäßig
Radiosendungen gestaltet und ausgestrahlt.
Piuma
PIUMA (www.piuma-simba.org) ist eine HIV- und AIDS-Selbsthilfegruppe in Tansania, die personell, finanziell und mittels Öffentlichkeitsarbeit vom österreichischen Verein PAMOJA (www.pamoja.at) unterstützt wird. Das gemeinsame Ziel beider Organisationen ist, den HIV-positiven Menschen in Tansania eine fachgerechte medizinische Versorgung zu ermöglichen.
Im Jahr 2009 konnte PIUMA mit einer Ärztin unterstützt werden sowie das Vereinsgebäude PIUMAs -Dank der großzügigen Spenden der Lifegala- so gut wie fertig gestellt werden (Fotos vom Gebäude finden Sie hier).
Da in Tansania Korruption im Gesundheitswesen das mit Abstand größte Hindernis für eine fachgerechte medizinische Versorgung von HIV-PatientInnen darstellt, haben PIUMA und PAMOJA für die Internationale AIDS-Konferenz 2010 in Wien mehrere gemeinsame Aktivitäten geplant. Auf internationaler Ebene soll so auf das Problem der Korruption und die negativen Folgen für die PatientInnen aufmerksam gemacht werden.
Link zum Dokumentarfilm "Who killed Veneranda?" vom Verein PAMOJA - GEMEINSAM - Verein für internationale Zusammenarbeit
Daraja
Nur, wenn wir unterstützt werden, können wir helfen...
Wer ist Daraja?
Wir, Daraja, sind als ein unabhängiger und ehrenamtlich tätiger Verein organisiert. "Daraja" ist Suaheli und bedeutet Brücke, denn als solche versteht sich der Verein. Ziel ist es, Menschen, denen es nicht so gut geht wie uns, Wissen und Möglichkeiten in die Hand zu geben, und ihnen so ein gelingenderes Leben zu ermöglichen.
Wo leisten wir Unterstützung?
In Emali, einer Kleinstadt in Kenia. Emali liegt direkt an der Mombasa Road, welche auch "HIV Highway" genannt wird. In Teilen der Stadt sind 80% der dort lebenden Bevölkerung HIV-positiv und leben in menschenunwürdigen Verhältnissen in den Slums der Stadt.
Daraja leistet "Hilfe zur Selbsthilfe" in Form von zinslosen Kleinkrediten, Empowerment und medizinischer Unterstützung für Menschen, die ohne diese Hilfe ihre Grundbedürfnisse nicht decken könnten.
Was sind unsere Ziele?
Bis 2012 wollen wir die menschenunwürdigen Verhältnisse in dieser Kleinstadt nachhaltig und spürbar ändern:
- 250 Familien mit einem Kleinkreditsystem die finanzielle Eigenständigkeit ermöglichen,
- 730 Familienmitglieder der KleinkreditnehmnerInnen medizinisch unterstützten,
- im Rahmen eines Aufklärungsprogramm bzgl. HIV/AIDS, das bis Ende des Projektes läuft, 3600 Menschen erreichen.
Um dies alles erreichen zu können braucht es viele Hände - Wir bedanken uns herzlich bei unseren Unterstützern und laden Sie ein, an unserer „Brücke“ mitzubauen!
Im Namen der betroffenen Menschen in Emali sagen wir herzlichen Dank - „asante sana“!
Aidshilfe
Zusammenarbeit von Anfang an
Seit Beginn der Veranstaltungen arbeiten wir intensiv mit der Aidshilfe OÖ zusammen. Schon im Vorfeld wird das jeweilige Projekt, das mit Mitteln der LIFEGALA unterstützt wird, gemeinsam mit der Aidshilfe überlegt. Die Zusammenarbeit der letzten Jahre, insbesondere mit dem Präsidenten der Aidshilfe OÖ, Herrn Erich Gattner, ermöglicht es, dass wir die Unterstützung jeweils auf die aktuellen Bedürfnisse der Betroffenen abstimmen können.
Was macht die Aidshilfe OÖ
Die Aidshilfe OÖ ist sozusagen die Anlaufstelle einerseits für Betroffene, andrerseits aber auch in allen Belangen hinsichtlich HIV. Hier weiß man, wie sich die Ansteckungsrate entwickelt, welche Gruppen am ehesten betroffen sind, was an medizinischer Hilfe möglich ist, aber auch, was es sonst noch alles zu tun gäbe, hätte man die Mittel dafür! Die Aidshilfe OÖ versucht jedes Jahr wieder, mit den Mitteln, die sie durch die LIFEGALA bekommt, auf die aktuell auftretenden Bedürfnisse der Betroffenen einzugehen.
So wurde beispielsweise eine Internet-Insel im Krankenhaus installiert, um gegen die Isolierung der HIV-Erkrankten zu wirken. Aber auch die Entwicklung und Ausstattung eines Infokoffers für die Aufklärungsarbeit wurden bereits durch die Mittel der LIFEGALA möglich.

